Ausgebüxtes Küken verlässt das Nest und erkundet den Vorratsbereich am Big Bear Nest

Am 19. April 2026 veränderte sich etwas im Big Bear Nest – und es geschah weder durch einen Sturz noch durch einen Fehler. Es war eine bewusste Entscheidung. Gerade einmal zwei Wochen alt, verließ ein abenteuerlustiges Küken die Nestmulde: Küken Nr. 1 kletterte über den großen „Babygitter“-Ast und bewegte sich zum ersten Mal quer über das Nest in den Vorratsbereich. Das Küken verließ das Nest selbst zwar nicht, doch was es tat, war ebenso überraschend. Es erkundete den Bereich außerhalb des Zentrums.

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Ein kleiner Aufstieg, der alles veränderte

Wochenlang war die Nestmulde das Zentrum des Geschehens. Hier bleiben die Küken warm, werden gefüttert und von Jackie und Shadow beschützt.

Doch an diesem warmen Nachmittag hielt diese Grenze nicht stand.

Küken Nr. 1 arbeitete sich über die Stockbarriere hinweg und gelangte auf die Vorratsseite des Nestes, den Bereich, in dem das Futter oft bearbeitet und vorbereitet wird. Es war nur eine kurze Strecke, aber für einen zwei Wochen alten Jungadler bedeutete es einen großen Fortschritt in Kraft und Koordination. Diese Bewegung war nicht zufällig. Sie war zielgerichtet.

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Hitze und Neugier könnten den Umzug ausgelöst haben

Die Bedingungen an diesem Tag haben wahrscheinlich eine Rolle gespielt. Die Temperaturen waren wärmer, und beide Küken hechelten sichtbar, während sie versuchten, sich abzukühlen. Es könnte sein, dass die Vorratskammerseite des Nests mehr Luftzirkulation und/oder Schatten bot, und dieser subtile Unterschied könnte ausgereicht haben, um Küken Nr. 1 vom Napf wegzulocken.

Gleichzeitig beginnt in dieser Phase etwas anderes zum Vorschein zu kommen.

Neugier.

In diesem Stadium beginnen junge Adler, nicht nur zu reagieren, sondern ihre Umgebung aktiv zu erkunden – und Küken Nr. 1 hat diesen Übergang auf sehr deutliche Weise vollzogen.


Jackie kehrt zurück und bemerkt sofort den Unterschied

Als Jackie mit einem Fisch ankam, bekam der Moment eine neue Dimension. Sie landete, überblickte das Nest und bemerkte sofort, dass etwas nicht an seinem Platz war. Ein Küken befand sich noch in der Mulde. Das andere lag abseits, außerhalb der üblichen Grenze. Ihr Fokus änderte sich augenblicklich. Shadow, der zuvor im Nest gewesen war, verließ dieses bald, sodass Jackie sowohl die Fütterung als auch die aktuelle Situation allein bewältigen musste.


Der Entdecker findet einen Vorteil

Es gab einen unerwarteten Vorteil durch die neue Position von Küken Nr. 1. Im Vorratsbereich zu sein, verschaffte dem Küken eine gute Ausgangslage beim Füttern. Als Jackie begann, Futter anzubieten, war Küken Nr. 1 als erstes an der Reihe und erhielt eine volle Portion, bevor es sich zufrieden abwandte. Küken Nr. 2 folgte und wurde kurz darauf gefüttert, doch dieser Moment zeigte etwas Wichtiges: Die Position ist entscheidend. Und in diesem Fall hat sich die Erkundung ausgezahlt.


Eine Rückkehr, die fast unbemerkt geschah

Nach dem Füttern verlagerte sich der Fokus erneut. Irgendwann kehrte Küken Nr. 1 zurück in die Nestmulde. Der genaue Moment war nicht vollständig zu sehen, was der Szene einen Hauch von Geheimnis verlieh. Ob es selbstständig zurückgeklettert ist oder von Jackie eine kleine Hilfe bekam, bleibt unklar. Doch als die Sicht wieder frei war, lag das Küken wieder in der Mitte. Sicher. Geborgen. Genau dort, wo es begonnen hatte.


Zwei Wochen alt und schon Grenzen überschreiten

Was diesen Moment besonders macht, ist nicht nur die Bewegung. Vielmehr ist es der frühe Zeitpunkt, zu dem sie stattfindet. Mit gerade einmal zwei Wochen zeigt Küken Nr. 1 bereits Stärke, Koordination und ein Maß an Unabhängigkeit, das auf eine rasante Entwicklung hindeutet. Das Nest ist dadurch nicht mehr nur ein Ort der Ruhe. Es wird zu einem Raum für Bewegung und Entdeckung. Für Jackie und Shadow bedeutet das, dass alles deutlich aktiver – und unvorhersehbarer – wird.


Was das für die kommenden Tage bedeutet

Solche Momente sind frühe Anzeichen dafür, was als Nächstes kommt. Während die Küken weiter wachsen, werden ihre Bewegungen häufiger, selbstbewusster und schwieriger im Nest zu halten sein. Das Zentrum wird sie nicht mehr so festhalten können wie zuvor. Denn sobald ein Jungadler erkennt, dass er sich darüber hinaus bewegen kann, verändert sich diese Grenze bereits.

Die Friends Of Big Bear Valley ermöglichen dieses Livecam-Erlebnis, und das Video von Lady Hawk hat geholfen, die wichtigsten Momente des mutigen Abenteuers festzuhalten.


FAQ

Hat das Küken das Nest verlassen?

Nein, das Küken blieb die ganze Zeit im Nest. Es hat sich nur vom zentralen Nestmulde in einen anderen Bereich des Nests bewegt.

Warum hat das ausgebüxte Küken die Nestmulde verlassen?

Wahrscheinlich haben warme Temperaturen und natürliche Neugier eine Rolle gespielt. Gleichzeitig könnte das Bedürfnis nach Schatten und Luftzirkulation das Küken aus der Schale gelockt haben.

Ist dieses Verhalten mit zwei Wochen normal?

In diesem Stadium ist eine gewisse Bewegung zu erwarten, aber dieses Maß an Erkundung gilt als früh und zeigt eine starke Entwicklung.

Wird das Küken wieder auf Erkundungstour gehen?

Sehr wahrscheinlich. Tatsächlich erkunden Jungadler in der Regel weiterhin ihre Umgebung, sobald sie sich über die Nestmulde hinausbewegen und kräftiger werden.

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