Über Nacht im Schnee begraben: Adler-Mutter in Decorah weigerte sich, ihr Nest zu verlassen

Ein Wintersturm zieht nach Decorah

Es war dunkel in Decorah, Iowa, als der Schnee zu fallen begann. Zunächst war er leicht und sanft. Dann wurde er stärker. Bis Mitternacht am 20. Februar 2026 hatte der Schneesturm das Adlernest in einen weichen weißen Hügel hoch oben im Baum verwandelt. In der Mitte dieses Nestes saß HM2, auch bekannt als Hatchery Mom 2. Sie brütete ihr Ei aus.

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Während der Schnee weiterfiel, begann er, ihren Rücken zu bedecken. Er sammelte sich auf ihren Flügeln. Er häufte sich auf ihrem Kopf. Minute um Minute verschwand sie langsam unter einer dicken Schneedecke. Wenn man nur flüchtig hinsah, bemerkte man vielleicht gar nicht, dass dort ein Adler saß.

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Selbst im Schnee vergraben hielt sie ihr Ei warm

Der Schneesturm, der über die Decorah-Adler hinwegfegte, hat sie nicht vertrieben. Sie ist nicht weggeflogen, um Schutz zu suchen oder auf einen Ast zu wechseln. Sie blieb direkt über ihrem Ei. Weißkopfseeadler sind für solches Wetter geschaffen. Ihr Gefieder ist dicht und warm. Schnee und Wasser können auf ihren äußeren Federn liegen, ohne durchzudringen. Unter diesen Federn bleibt ihr Körper warm.

Unter HM2 geschah etwas noch Wichtigeres. An ihrem Bauch hat sie eine spezielle warme Stelle, die als Brutfleck bezeichnet wird. Diese warme Haut berührt das Ei und hält es auf genau der richtigen Temperatur. Obwohl Schnee ihren Rücken bedeckte, blieb das Ei unter ihr warm und sicher.

Die ganze Nacht tobte der Sturm weiter. Der Baumstamm hinter ihr wurde weiß. Die Zweige, aus denen das Nest besteht, wurden rund und weich vom Schnee.

HM2 sah wie ein Teil der Winterlandschaft aus.

Im Schnee begraben, bewegte sie sich endlich

Nach einer Weile stand sie schließlich auf. Als sie das tat, rutschte der Schnee in weichen Klumpen von ihrem Gefieder. Sie schüttelte sich kräftig, und noch mehr Schnee wirbelte in die Luft. Für einen Moment konnte man ihren kräftigen Körper wieder deutlich sehen.

Dann setzte sie sich vorsichtig wieder auf ihr Ei. Der Schnee fiel weiter, bis das Morgenlicht durch die Bäume zu scheinen begann. Doch das Ei war niemals allein gelassen worden. Es hatte seine Wärme nie verloren. Der Schneesturm am Adlernest von Decorah zeigte etwas Einfaches und Starkes: Eine Mutter blieb dort, wo sie sein musste. Selbst als sie im Schnee begraben war. Selbst als die Nacht lang und kalt war.

Hoch über dem verschneiten Boden hielt HM2 ihr Versprechen, ohne einen Laut von sich zu geben. Und unter ihr wuchs das kleine Leben in diesem Ei weiter heran.

Vielen Dank an das Raptor Resource Project für das Bereitstellen dieser Livecam-Erfahrung und die Möglichkeit, mehr über Weißkopfseeadler zu lernen. Dieses Video wurde von Blossem Holland auf YouTube aufgenommen. Abonniert sie gerne, wenn ihr YouTube habt (siehe Video).


FAQ

Warum hat die Decorah-Adlermutter den Horst während des Schneesturms nicht verlassen?

Sie musste ihr Ei warm halten. Wenn sie zu lange wegbleibt, könnte das Ei zu kalt werden. Auf dem Nest zu bleiben, hilft dem jungen Adler, sicher heranzuwachsen.

Können Adler-Eier im Schnee überleben?

Ja. Solange der Altadler das Ei warm hält, schadet Schnee auf den Federn des Elternvogels dem Ei nicht.

Sind Schneestürme während der Brutzeit der Adler in Decorah normal?

Ja. In Gegenden wie Iowa legen Weißkopfseeadler ihre Eier oft im Winter, sodass Schneestürme dort häufig vorkommen.

War das Ei während dieses Sturms sicher?

Ja. Die Körperwärme von HM2 hielt das Ei die ganze Nacht über auf der richtigen Temperatur.

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